Prepaid vs. Vertrag — Gesamtkosten und Break-even berechnen
Prepaid ohne Bindung oder Vertrag mit niedrigerem Monatspreis? Der Rechner vergleicht beide über 24 Monate und zeigt den Break-even — den Monat, ab dem der Vertrag in Summe günstiger wird.
Von Jan Merkle · Mobilfunk-Analyst ·
Alle Annahmen sind offengelegt — zur Methodik
Prepaid oder Vertrag — die Entscheidung in einem Satz
Wer wenig braucht und flexibel bleiben will, fährt mit Prepaid günstiger; wer viel und dauerhaft nutzt, spart mit einem Vertrag. Der Grund steckt in der Struktur: Prepaid hat keine Bindung und keine Anschlussgebühr, verlangt aber oft mehr pro GB. Ein Vertrag verlangt eine einmalige Anschlussgebühr und 24 Monate Bindung, bietet dafür meist den niedrigeren Monatspreis. Der Break-even-Punkt zeigt, wann sich die Bindung rechnet.
So funktioniert der Break-even
Hat der Vertrag einen niedrigeren Monatspreis als Prepaid, aber eine Anschlussgebühr, dauert es einige Monate, bis der Preisvorteil die Gebühr eingespielt hat. Formal: Der Break-even-Monat ist die Anschlussgebühr geteilt durch die monatliche Ersparnis. Beispiel: 40 € Anschlussgebühr und 3 € niedrigerer Monatspreis ergeben rund 14 Monate — erst danach ist der Vertrag in Summe günstiger. Wer kürzer bleibt, fährt mit Prepaid besser.
Liegt der Prepaid-Preis dagegen unter dem Vertragspreis, gibt es keinen Break-even: Dann bleibt Prepaid dauerhaft günstiger, und der Rechner sagt das auch so.
Erst den Bedarf klären
Ein fairer Vergleich setzt gleiches Datenvolumen voraus. Kläre daher zuerst mit dem GB-Bedarfsrechner, welche Tarifklasse du brauchst, und vergleiche dann Prepaid und Vertrag mit demselben Volumen. Willst du zusätzlich das Gerät aus der Rechnung nehmen, hilft der Sparrechner für den Vertrag ohne Handy. Mehrere konkrete Tarife legst du im Tarif-Vergleich nebeneinander.
Neben dem reinen Preis entscheiden oft weiche Faktoren, die der Rechner bewusst nicht bewertet, die du aber mitdenken solltest. Ein Laufzeitvertrag setzt in der Regel eine Bonitätsprüfung voraus und bindet dich für die Mindestlaufzeit; Prepaid kommt ohne beides aus und ist damit die flexiblere Wahl — praktisch für Kinder, für ein Zweithandy oder wenn sich dein Bedarf noch ändern kann. Umgekehrt bietet ein Vertrag mehr Komfort: automatische Verlängerung des Guthabens entfällt, größere Datenpakete sind meist günstiger pro GB, und die Abrechnung läuft ohne manuelles Aufladen. Rechne deshalb zuerst die 24-Monats-Kosten aus und prüfe dann, welche dieser Eigenschaften für dich den Ausschlag gibt.